The Sound of Music – Lokale Werbeschaltungen zwischen Falco und Freddie Mercury

Svenja und Admir sitzen gemeinsam im Bus, der sich den Weg durch die Wiener Mariahilfer Straße schlängelt. Beide konzentrieren sich auf ihre Smartphones, hören während der Fahrt Musik und zappen durch ihre Apps. Draußen ziehen stumme Werbeplakate an ihnen vorbei, welche sie seit Jahren ausblenden, falls sie den Blick überhaupt vom Bildschirm abwenden. Die modebewusste Svenja bekommt dadurch nichts vom Sommerabverkauf einer Filiale ihrer Lieblingsmodekette mit und der sportliche Admir nimmt kein Plakat des gerade neu eröffneten Protein-Stores auf der „Hilfer“ wahr.


Intelligente Werbung entwickelt sich stets mit technischen Innovationen weiter und nutzt diese geschickt (aus). So erklingt zwischen den Songs eine Werbung für die neuen Herbsttrends bei Svenja und Admir hört, dass heute im Pumper-Store, der nur eine Station von ihm entfernt ist, gerade die Powerriegel im Angebot sind. Wie so oft heißt das Zauberwort hier „Geo-Targeting“ in Kombination mit Custom Audiences.


Werbung auf Spotify ist an sich nichts Neues. Neu ist jedoch, dass seit dieser Woche auch kleinere Betriebe / Institutionen / Restaurants / Geschäfte relativ kostengünstig Spotify-Schaltungen platzieren können. Bisher schafften es nur große Player mit noch größeren Werbebudgets in die Ohren der User. Auch das Targeting hat sich gewandelt. Konnte früher nur die Region „Wien“ ausgewählt werden, könnte man jetzt nur in einzelnen Bereichen eines Bezirks Werbung schalten. Das Targeting nach Musikrichtungen oder Playlists ist ebenfalls ein sinnvolles Feature. So hören User die Protein-Store-Werbung, wenn sie sich im Umkreis des Geschäfts aufhalten und irgendwann eine Playlist abgespielt haben, die in der Kategorie „Sport/Workout“ zu finden ist. Das wichtigste Fundament einer erfolgreichen Marketing-Kampagne ist auch hier die spezifische Definition der gewünschten Zielgruppe und deren (musikalische) Vorlieben. Eine Hörerin von Techno-Playlists wird man trotz kreativer Audio-Werbung schwer zu einem Besuch der Wiener Wiesn bewegen können – einen Hörer von Schlager und Volksmusik-Hitparaden eventuell schon.


Der Streaming-Gigant verspricht bei Werbeschaltungen „100% Brand Safety“, da Ads nicht, so wie bei YouTube oder Facebook, übersprungen werden können. Adblocker und andere technische Helfer spielen bei der kostenlosen Version der App auch keine Rolle, da die Werbung direkt in der App abgespielt wird.



bettertogether bietet Kunden seit Herbst 2019 intelligente Spotify-Werbelösungen an.





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